Begriffe
Glossar
Kurze, prüfbare Erklärungen. Ein Eintrag sagt, was ein Wort in der Jagd bedeutet — und wo das Landesrecht die konkrete Folge setzt, verweist er darauf statt sie zu erfinden.
A
- Anschuss
- Der Anschuss ist die Stelle, an der das Wild beim Schuss stand. Sie ist der Ausgangspunkt jeder seriösen Nachsuche.
- Ansitz
- Beim Ansitz wartet die Jägerin oder der Jäger an einem vorbereiteten Platz, statt dem Wild hinterherzugehen.
- Aufbrechen
- Aufbrechen heißt, das erlegte Stück zu öffnen und die Organe zu entnehmen, damit das Wildbret sauber und kühl werden kann.
B
- Begehungsschein
- Ein Begehungsschein erlaubt einer Person, in einem Revier unter den Bedingungen des Inhabers mitzujagen. Er ist kein Jagdschein und kein Pachtvertrag.
- Blattzeit
- Die Blattzeit ist die Brunft des Rehwilds, schwerpunktmäßig im Hochsommer. Der Bock folgt dann der Ricke und reagiert auf den Blattlaut.
- Büchse
- Die Büchse ist eine Langwaffe mit gezogenem Lauf für einzelne Geschosse. Auf Schalenwild wird in der Regel mit der Büchse geschossen.
D
- Drückjagd
- Bei einer Drückjagd bewegen Treiberinnen und Treiber das Wild langsam in Bewegung, während Jagende an festgelegten Ständen warten.
F
- Flinte
- Die Flinte ist eine Langwaffe mit glattem Lauf, meist für Schrot auf Niederwild und Flugwild. Sie ist keine Büchse mit anderem Namen.
G
- Geweih
- Ein Geweih ist Knochen, der jährlich abgeworfen und neu gebildet wird. Es gehört zu den Hirschen, nicht zu Gamswild oder Muffel, die ein Gehörn tragen.
H
J
- Jagdschein
- Der Jagdschein ist die behördliche Erlaubnis, die Jagd auszuüben. Ohne ihn wird in Deutschland nicht gejagt, auch nicht „nur zum Üben“ im fremden Revier.
- Jungjäger
- Jungjägerin oder Jungjäger nennt man jemanden in den ersten Jahren nach der bestandenen Jägerprüfung. Eine einheitliche Jahreszahl steckt in dem Wort nicht.
K
- Kirrung
- Eine Kirrung ist eine begrenzte Stelle, an der Wild mit einer kleinen Menge Futter angelockt oder beobachtet wird. Ob und wie das erlaubt ist, regelt das Landesrecht.
P
- Pirsch
- Pirschen heißt, sich dem Wild zu Fuß und mit dem Wind zu nähern, statt an einem festen Platz zu warten.
R
- Revier
- Ein Jagdrevier ist die Fläche, auf der jemand die Jagd ausüben darf. Es ist kein Synonym für „irgendwo im Wald“.
S
- Schonzeit
- Die Schonzeit ist der Zeitraum, in dem eine Wildart nicht bejagt werden darf. Die konkreten Daten stehen in den geltenden Vorschriften, nicht in einem Merksatz.
- Schussfeld
- Das Schussfeld ist der Bereich, den du von deinem Stand aus sicher beurteilen kannst, einschließlich dessen, was hinter dem Wild liegt.
W
- Wildbret
- Wildbret ist das Fleisch des erlegten Wildes, gedacht zum Verzehr. Seine Qualität hängt an Hygiene, Kühlung und sauberer Weiterverarbeitung.
- Wildfolge
- Wildfolge bezeichnet das Nachsuchen von krankgeschossenem Wild über eine Reviergrenze. Ob und wie das erlaubt ist, regeln Vorschrift und oft eine Vereinbarung.
Z
- Zerwirken
- Zerwirken bedeutet, den Wildkörper in die Teile zu zerlegen, die in die Küche oder an die Weiterverarbeitung gehen.