Glossar

Begehungsschein

Auch: Begehung

Wer weder pachtet noch Eigenjagd besitzt, kommt oft über eine Begehung zu einer Jagdmöglichkeit: der Revierinhaber erlaubt schriftlich, in seinem Revier unter bestimmten Auflagen zu jagen. Das kann ein Entgelt sein, eine Stückzahl, eine Begleitung oder die Pflicht, sich an Gesellschaftsjagden zu beteiligen. Der Schein ersetzt den Jagdschein nicht. Ohne eigene Jagderlaubnis bleibt er ein Stück Papier.

Ob das Landesrecht eine Schriftform, eine Anzeige bei der Behörde oder weitere Grenzen verlangt, ist wieder eine Frage der Vorschrift und des Vertrags. Diesen Eintrag nicht als Mustervertrag verwenden. Vor einer Unterschrift lesen, was du darfst, was du schuldest, wer haftet und wie du wieder herauskommst.

Für Jungjägerinnen und Jungjäger ist die Begehung oft der realistischere Einstieg als eine eigene Pacht. Sie ist trotzdem ein Vertrag mit jemandem, der ein Revier verantwortet, keine offene Tür.

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